Upps.. Da hab ich wohl was vergessen!

9.Woche

Montag

Wer mich kennt, der weiß nach dieser Überschrift auch schon Bescheid. Ich bin entweder mit meiner Aufmerksamkeit ganz wo anders oder ich vergesse innerhalb einiger Sekunden was gesagt wurde. Dies ist besonders schlimm wenn viel zur gleichen Zeit passiert.

Am Montag traf mich meine Verpeiltheit dann voll ins Gesicht: Ich überhörte/vergaß eine Zeitangabe meiner Hostmum und brachte den Tagesablauf gehörig durcheinander. Dies beunruhigte sie, da sie sich in den kommenden Tagen vollkommen auf mich verlassen musste. Mein Hostdad befand sich bis Donnerstag beruflich in China und ich musste die zusätzlichen Aufgaben übernehmen.

Auch meine Laune war sichtlich im Keller und begleitete mich den Rest der Woche...

Dienstag

Ich habe vor einigen Wochen einen riesigen Stapel Rezepte gefunden, die meine Vorgängerin irgendwann mal ausgedruckt haben muss.

Ich durchsuchte die Rezepte und fand auch etwas passendes: Ham and Cheese Crescent (Blätterteig mit Kochschinken und Frischkäse) Dies probierte ich am Dienstag direkt einmal aus. Als mein Junge von der Schule kam fragte er direkt nach mehr. Also eindeutig ein gelungenes Lunch und ein Ansporn ab sofort in der Küche hin und wieder mal aktiv zu werden.

Mittwoch

da hat er mich beim fotografieren entdeckt! :D
da hat er mich beim fotografieren entdeckt! :D

Heute war ein stressiger Tag.

Nach der Schule war wie immer Piano angesagt und für Austin Fußball. Wir mussten jedoch sein Training früher beenden, da heute eine Art Elternsprechtag war. Dies bedeutete, dass Bridget total nervös war wegen dem bereits oben erwähnten Problem: meine Vergesslich- bzw. Aufmerksamkeit. Alles lief jedoch am Schnürchen und auch die Kids waren Pünktlich im Bett.


Donnerstag

Heute ging es wieder bergauf mit meiner Laune.

Zum einen hatte ich echt Spaß die Kids zu baden. Wir hatten Fingerfarbenseife. Meine Mädels haben vor Freude gequietscht als ich ihnen einen Smiley auf den Bauch malte um zu zeigen was sie damit machen können. Am Ende hatte ich zwei knallrote Mädchen in der Badewanne sitzen, die mich ein wenig an Po von den Teletubbies erinnerten.

Kurz vor Feierabend bekam ich dann von Bridget ein Geschenk, da ich mich in den letzten Tagen sehr angestrengt hatte. Bei uns im Dorf gibt es eine deutsche Bäckerei "Heidelberg" und von da hat sie mir Brot, Kekse und einen Knoppers mitgebracht.

Abends ging es dann zum Foodgroup treffen. Letzten Donnerstag waren wir noch zu dritt und haben Pläne geschmiedet und heute waren wir dann 9 Au Pairs die sich im Silver Diner trafen. Also ein voller Erfolg!

Freitag

Am Freitag Nachmittag packten wir unsere Taschen für unseren Campingausflug. Ansonsten passierte nicht viel aufregendes.

Samstag

Heute ging es zelten.

Um 9:30 am ging es los und nach ca. 1,5 Stunden kamen wir dann endlich an. Unser Zeltplatz befand sich in Maryland und liegt direkt neben Camp David, dem Lieblingszeltplatz des Präsidenten. Und dieser hatte sich ausgerechnet an diesem Wochenende entschieden seine Freizeit in der Natur zu verbringen. Er war also quasi unser Campingplatz-Nachbar.

Gecampt haben wir übrigens mit 3 weiteren Familien. Mit insgesamt 8 Kids kamen dann schon Zeltlagergefühle hoch.

Im Wald war unerwarteter Weise ein so guter Internetempfang, dass ich sogar ohne Probleme skypen konnte - in Ramsloh City wäre das undenkbar.

Ansonsten haben wir im Wald das gemacht was man erwartet: wir waren wandern, grillten und hatten ein Lagerfeuer, bei dem gesungen wurde und ganz typisch amerikanisch Marshmellows gegrillt werden. Diese werden dann übrigens mit einem Stück Schokolade zwischen zwei Kräcker gematscht. Das ist unglaublich lecker!

Nachts schlief ich dann mit meinem ältesten Hostchild in einem Zelt.

Sonntag

Nachdem wir den morgens mit pancakes gestartet hatten, machten wir uns auf den Weg zu einem tollen Wanderweg. Nach ca. einer Stunde ging es dann wieder zurück zu unseren Zelten. Dort bauten wir alles ab, aßen Lunch und fuhren wieder nach Hause. Am Ende unseres Camping Vergnügens hatten wir ein Kind mit einer Narbe im Gesicht und eines mit einem Bienenstich.

Außerdem verbrachte ich den Sonntagabend erst in Georgetown und dann in DC. Laura und ich wollten uns unbedingt einmal DC im Dunkeln ansehen. Ihr kennt ja schon mein Sightseeing-Unglück: Es fing natürlich an zu regnen. Nach ca. 10 Minuten hörte es dann allerdings auch wieder auf und wir konnten weiter machen.


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