Welcome in your new home

Der Tag der Ankunft

Als ich mit meinen Koffern um ca. 22:20 Uhr aus dem Zug stieg erreichte meine Aufregung seinen Hochpunkt. Ich war total nervös als wir um die letzte Ecke zur Empfanghalle gingen. Dort standen soviele Leute, dass mir es schwer viel Bridget zu entdecken. Diese kam aber freudestrahlend und mit einem Schild auf der Hand auf mich zu und nahm mich in den Arm. So ziemlich das Erste was sie zu mir sagte war, dass ich größer bin als sie erwartet hatte. (In Skype ist das ziemlich schwer zu erkennen) Dann nahm sie mir auch gleich einen der Koffer ab und wir maschierten zum Parkhaus. Es war total ungewohnt endlich angekommen zu sein. Auf dem Weg in mein neues Zu Hause konnte ich schon einen Blick auf die Sehenswürdigkeiten Washingtons werfen: Washington Monument, Lincoln Memorial und das Weiße Haus. Es war überwältigend all diese Wahrzeichen in der Nacht erleuchtet zu sehen. Das Tollste jedoch war mein neues Zu Hause zu bewundern. Wir erreichten es schneller als erwartet und plötzlich standen wir in der Einfahrt vor dem hellererleuchteten Haus (Vielleicht kann ich euch ja mal ein Bild davon zeigen ;))

An der Haustür hing dann zu meiner Freude ein Begrüßungsschild mit den Worten "Welcome in your new Home".

Als wir dann eintraten kam mir Oakley schon entgegen und heftete sich direkt an mich. (Alle waren total verwundert wie schnell er mich in sein Herz geschlossen hat) Direkt nach ihm kam dann auch Mark aus seinem Büro und begrüßte mich ebenfalls. Nach einem Schluck Wasser in der Küche - hier hing ebenfalls ein rießiges Begrüßungsplakat- zeigten die Beiden mir mein Zimmer und mein Bad. Beides sah viel besser aus als auf den Bildern die mir zuvor geschickt wurden. Auch an meiner Zimmertür klebten Begrüßungen. Die Kids hatten sich also mächtig ins Zeug gelegt :D

Dann hieß es auch erstmal den verdienten Schlaf nachholen.

Alles ist Neu!

Am nächsten Morgen ging es dann erstmal duschen. Ein Blick auf die Dusche entlockte mir ein grinsen- "Hey das kennst du schon. Die sieht aus wie im Hotel" - denkste! Falsch gedacht. Hebel ziehen bringt bei meinem Modell nämlich gar nichts, drehen ist also angesagt! Nachdem ich fertig für den Tag war warf ich noch einen in die Schränke. Dieserzeigte mir dann, dass meine Vorgängerin Maike mir so ziemlich Alles für den Anfang da gelassen hatte.

An der Treppe nach oben zum Wohnbereich blieb ich stehen und atmete noch einmal tief durch. Oben hört ich Bridget, Mark und Kinderstimmen die auf ihre Fragen antworteten. Dies sollte also mein 1. Tag in dieser Familie sein.

Oben angekommen begrüßte ich die Familie mit einem schüchternen "Hi". Die Drillinge sahen mich einfach nur neugierig an. Lauren versteckte sich auf ihrem Stuhl und der Rest warf mir während des Frühstücks immer wieder einen Blick zu. Als dann auch Allison, die Älteste rein kam fing dann ein Gespräch an bei dem mir auch die Drillinge Fragen stellten. Das Eis war gebrochen. Allison spielte dann auch sofort den Tourguide. Zum Glück hatten die Kids Karten vom Haus gezeichnet. Auf diese Weise konnte ich mich nicht verirren. Nach kurzem Spielen im Basement (der ausgebaute Keller) mussten dann alle in ihren geregelten Tagesablauf zurück. Das heißt die Drillinge ins Camp, Mark und Bridget zur Arbeit und Allison besuchte eine Freundin. Also hatte ich genug Zeit zum auspacken.

Um drei kam Allison dann wieder Heim. Wir spielten dann ein wenig im Basement mit einer Rakete. Nachdem auch der Rest der Familie wieder da war und alle gegessen hatten guckten wir (bis auf die Drillinge, die um diese Zeit schon schlafen) Wipe Out. Ich erzählte Mark dann vom japanischen Original und er begann dann auch sofort zu googlen.

So sah also mein erster Tag in der Sproles Family aus.

 

Das 1. Wochenende

An meinem ersten Wochenende in Amerika lernte ich die Kids ein wenig mehr kennen.

Außerdem zeigten mir dann auch alle in einem Spaziergang mit dem Hund die wichtigsten Orte. Naja an viel erinnern konnte ich mich danach nicht. ;)

Am Sonntag begleitete ich die Familie dann zur Kirche. Dort war ein riesiger Chor. Es war wirklich total interessant. Außerdem hat der Pfarrer etwas von Dietrich Bonhoefer erzählt und sprach auch einen Satz auf Deutsch. Beides war ziemlich unnormal versicherte mir Bridget. Im Gegensatz zu Deutschland geht die Kirche hier 1,5 Stunden, wobei die Kids alle für eine halbe Stunde in einen Nebenraum gehen um dort zu malen oder zu singen.

Nachmittags traf ich mich dann mit einigen Freunden. Laura kannte ich aus Facebook, sie brachte dann auch eine Freundin aus Polen mit. Vor der Cheesecake Faktory trafen wir uns dann mit Francielle. In der Cheesecake Faktory gibt es übrigens riesige Kuchen die Niemand und wirklich absolut Niemand vollständig aufessen kann!

Abends zeigte mir Mark dann noch die wichtigsten Busverbindungen.

Damit war dann auch schon meine erste Woche um.

Was ist anders?

Hier mal eine kleine Liste mit Dingen die hier etwas anders sind als in Deutschland:

  • Sonntags haben so ziemlich alle Geschäfte auf
  • Auf den Preisschildern sind noch keine Steuern mit eingerechnet
  • rießige Mengen: Getränke gibt es häufig in Gallionen, also fast 4 Litern
  • Die Türenklinken sind Knöpfe. Willst du abschließen musst du einen Stift reindrücken
  • große Auswahl an Lebensmitteln: 10 Meter mit 7 Regalfächern voll mit Müsli
  • viele haben eine Cleaninglady
  • rießiger Backofen (es passen mindestens 2 Pizzen nebeneinander rein)
  • Die Mikrowelle ist genauso groß wie ein Deutscher Backofen
  • das Telefon ist nur für Werbeanrufe und wird in der Regel nicht beantwortet
  • die Mücken sind brutal (ich weiß nicht was die hier mit denen machen, aber die lieben deutsche Au Pairs - kein Ami hat Probleme mit denen - und die Stiche werden dicker als in Deutschland)

 

So, dass sind so einige Dinge die mir in den ersten Tagen aufgefallen sind. Da wird dann mit der Zeit bestimmt noch einiges hinzukommen.

Mark hat mir übrigens geraten meine Zeit hier zu dokumentieren. Meine Vorgänger haben sich meist am Ende des Jahres gefragt wie die erste Zeit hier so war. Alles wirkt am Ende total normal. Dies ist also ein Grund mehr diesen Blog zu führen. (Ich hoffe ich halte das durch ;))

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Martin (Dienstag, 12 August 2014 09:57)

    Gefällt mir sehr gut....aber mach Dir keinen Streß !!! Take it easy.