Orientation in New York

Tag 1

Kaum zu glauben aber wahr: Ich war in New York!

Wie schon im vorigen Beitrag erwähnt mussten wir am Flughafen auf ein weiteres Au Pair warten. Dieses Au Pair war meine Zimmergenossin Francielle aus Brasilien. Wir hatten vorher schon einmal miteinander geschrieben. Kennengelernt haben wir uns durch unsere gemeinsame Au Pair-Beraterin. Als wir dann um 3 Uhr in unser Zimmer gingen, versuchten wir so leise wie möglich zu sein, da bereits ein weiteres Au Pair dort schlief. Der Plan war eine Nachttischlampe anzumachen (die sind normalerweise weniger hell als das Deckenlicht) wurden wir von gleißend hellem Licht angestrahlt und Franziska wachte auf. Sie kannte ich auch schon vorher. Wir haben uns durch meinen Blog kennengelernt :D Franzi begann dann sofort auf Deutsch los zu reden. Die Chance auf der Orientation Jemanden zu erwischen der Deutsch spricht ist ziemlich hoch. 75% der 105 Mädchen sprach Deutsch. Nach einer kurzen Vorstellrunde ging es dann auch ins Bett.

Ich hatte übrigens das Klappbett. Für ein Klappbett war es super bequem! Also ich kann nicht sagen, dass ich gelitten habe kein normales Bett zu bekommen zu haben:D

Das Hotel

Einmal kurz was zum Hotel. Es ist riesig! Da es gefühlt tausend Räume hatte brauchten wir ungelogen mindestens 5 bis 10 Minuten zu unseren Zimmern. Dabei hat es einen Pool, Fitnessbereich, mehrere Konferenzsäle, die aussehen wir Ballsäle, und und und...

 

Eines der größten Probleme war es dann ins Zimmer zu gelangen. Man benutzt dort nämlich eine Karte als Schlüssel. Manchmal konnte man schon beim ersten durchziehen der Karte durch das Schloss ins Zimmer eintreten und manchmal musste man es 7 oder 8 mal wieder holen. Dabei leuchtete dann jedes Mal eines der drei Lichter auf: Rot- Orange- Grün.

 

Auch die Tür zum Bad war ein Wunder an sich. Man konnte die Klinke, die so wie das deutsche Standartmodell aussieht, um 360 Grad drehen. In dem Augenblick ist man erst einmal total verblüfft. Schließlich war die Tür immer noch zu :D Kurz darauf hatte man es dann auch schon raus :D

 

Die Toilette war dann etwas worüber jedes Au Pair gesprochen hat. Diese ist nämlich zur Hälfte schon mit Wasser gefüllt und wird beim Spülen dann komplett ausgeleert und neu befüllt. Das ist so ziemlich der Standart in Amerika ;)

 

Die Dusche stelle dann ein Mysterium dar. Auf dem ersten Blick ist diese nämlich ganz normal. Und dann versucht man sie an zu machen. Du drehst, du drückst, du ziehst den Hebel hoch - nichts funktioniert. Hast du dann herausgefunden wie du es machen musst - den Hebel gerade aus der Wand ziehen - dann kommt das Wasser unten aus dem Hahn raus. So manches Au Pair stand nun also in der Dusche und fragt sich "wie bekomme ich das Wasser jetzt nach oben aus dem Duschkopf?" Ganz einfach einfach den Knopf auf dem Wasserhahn reindrücken.

 

Nochmal kurz zum Wasser. Das ist in Amerika ziemlich Chlorhaltig und sollte daher nicht zum Trinken verwendet werden.

 

Übringes lieben Amerikaner ihre Klimaanlagen. Auf der Orientation hatten viele einen Pulli an, da die Organisatoren diese auf Winter eingestellt hatten. Damit nicht genug: das Gebläse ist enorm stark. Der Servietten-Test hat es bestätigt. Diese flog nämlich fast weg.

Tag 2 & 3

Am Dienstag ging es dann endlich mit den Seminaren los.

Erstmal kurz zum Frühstück: es ist nichts besonderes. Kaum Auswahl: Toast, Beigels, Obst, Müsli, Marmelade und Philadelphia. Dazu Kaffe, Tee, Milch oder Orangensaft.

Die Seminare waren eher langweilig. Zum Glück sind unsere Organisatoren super im Erklären und bringen alles sehr unterhaltsam rüber. Wir haben sehr viel gelacht. Zudem haben wir in der Orientation mehr gelernt als ich vorher gedacht habe. Es ist also doch nicht ganz umsonst.

Den Plan für die Seminare könnt ihr oben bewundern. Auf den Inhalt werde ich nicht sonderlich eingehen ;) Also falls Jemand, unerwarteter Weise doch einmal Fragen hat, nur her damit ;)

Das Mittagessen ist übrigens sehr lecker gewesen. Am ersten Tag gab es zum Beispiel mexikanisches Essen.

Am Nachmittag des 2.Tages hatten wir dann unsere New York City Tour. Leider verfolgte mich mein Pech immer noch, denn es regnete. Ich will aber nicht meckern, denn meine Gastfamilie hat mir diese Tour geschenkt! :D Ich habe mich riesig gefreut.

Auf dem Rockefeller Centre war das Wetter noch ganz in Ordnung. (Auf dem Weg zum Bus haben wir uns übrigens fast im Top of the Rocks verlaufen) Dann fing es an zu regnen und man hatte nicht sehr viel vom Times Square und der Freiheitsstatur. Kurz darauf ging es dann auch wieder ins Hotel. Die Tour war übringes sehr unterhaltsam und unser Tourguide hat uns viele wissenswerte Dinge über Manhattan erklärt.

Als wir wieder im Hotel ankamen fielen wir totmüde ins Bett.

Der 3. Tag lief dann ähnlich ab. Anders war nur, dass auch am Nachmittag Seminare waren.

Abends gab es übrigens auch wieder etwas warmes zu Essen. Wasser suchte man aber vergeblich auf den Tischen.

Am Ende des dritten Tages. Saßen wir mit mehreren Personen draußen im Garten des Hotels. Glühwürmchen machten die Stimmung einfach perfekt! Unter uns waren eine Spanierin, zwei Mexikanerinnen, eine Brasilianerin und zwei Deutsch (ich hoffe ich habe Niemanden vergessen) Es hat Spaß gemacht so viele verschiedene Leute aus allen Ländern kennen zu lernen. Allein dafür bleibt die Orientation für mich vergesslich.

First impressions:

New York City tour:

Tag 4

Tag 4 begann wie die anderen Orientationtage auch. Nach dem Mittagessen hatten wir unsere letzten zwei Seminarstunden. Danach brachen wir mit unseren Koffern auf nach Stamford. Dort warteten wir dann vor einem Dunkin'Donuts auf unseren Zug. Die Zugfahrt verlief ruhig. Alle waren nervös. Wie wird das 1. Zusammentreffen mit unserer Familie sein? Wer wird alles kommen? Werde ich meine Gasteltern sofort erkennen?

Da ich vorher bereits ein paar mal schon mit meiner Hostmum während der Orientation geschrieben habe, wusste ich, dass die Kids schon schlafen würden und mein Hostdad auf sie aufpassen muss.

Mehr zu meiner 1. Begegnung mit meiner Gastfamilie findet ihr hier:

Eindrücke auf dem Weg in mein neues Zuhause

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